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Ernährung und Jahreslauf

Essen hing von Landschaft, Jahreszeit, Vorrat und sozialem Rang ab.

Historisch belegt

Getreide, Milchprodukte, Fleisch, Fisch, Hülsenfrüchte und gesammelte Pflanzen bildeten je nach Region unterschiedliche Mischungen. Eine einheitliche „Wikingerküche“ gab es ebenso wenig wie eine einheitliche skandinavische Landschaft.

Der Sommer diente nicht nur dem unmittelbaren Essen, sondern der Vorbereitung des Winters. Trocknen, Räuchern, Säuern, Salzen und Lagern machten Nahrung haltbar. Missernten oder der Verlust von Vieh konnten einen Haushalt rasch in Gefahr bringen.

Tierknochen, verkohlte Samen, Kochgefäße und Rückstände liefern unmittelbare archäologische Hinweise. Schriftquellen erwähnen Feste und außergewöhnliche Speisen häufiger als den stillen Alltag, weshalb beides nicht verwechselt werden darf.

Met war bekannt, aber Bier und andere vergorene Getränke waren wahrscheinlich breiter verfügbar. Moderne Festtafeln mit ständigem Fleischüberfluss spiegeln vor allem wohlhabende oder zeremonielle Situationen und nicht jede alltägliche Mahlzeit.